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Späte Erkenntnis

cacciari

Da war er noch im Dienst (Foto R.W.)


Ich bin vor vielen, zu vielen Jahren in Venedig zur Welt gekommen. Im Laufe dieser vielen Jahre habe ich viele Berufe ausgeübt, meistens auf Gebieten , die mir gar nicht lagen (Politik, öffentliche Verwaltung). Ich schätze mich glücklich, im Alter die Autoren zu lesen und wieder zu lesen, mit denen ich mich mein Leben lang beschäftigt habe: Autoren, die das geistige Leben im okzidentalen Eurpa geprägt haben.Weiterlesen

Sag mir, was du trinkst…

Im Sommer 2008 hatte der Bürgermeister von Venedig, Massimo Cacciari, einen Fototermin. Für eine Kampagne der kommunalen Versorgungsbetriebe ließ er sich beim Einschenken von Leitungswasser aus einer Karaffe ablichten. Das Foto prangte anschließend mehrere Monate an Ausstellungsflächen und Bauzäunen. Mit der Kampagne sollten die Venezianer von der Qualität des Wassers überzeugt werden, das in ihren Häusern und auf öffentlichen Plätzen aus den Wasserhähnen floß. Weiterlesen

Labsal für die Dürstenden

Die Geschäftsidee, Venedigs Plätze und Gassen mit Getränkeautomaten zu schmücken, findet wenig Gegenliebe. Sie steht auch im Widerspruch zu der Kampagne des letzten Jahres, in der für das Trinkwasser geworben wurde, das auf zahlreichen öffentlichen Plätzen unentgeltlich aus den Wasserhähnen zu haben ist. Selbst der Bürgermeister Cacciari hat sich demonstra- und plakativ als Trinker venezianischen Leitungswassers geoutet.

Davon unbeeindruckt hat jetzt die Kirchenverwaltung an der Idee Gefallen gefunden. Sie möchte in den Gotteshäusern der Insel Torcello Automaten aufstellen, um die Hungernden und Dürsenden zu laben, die es bis nach Torcello geschafft haben. Dabei gibt es vor den Kirchen bereits einen Kiosk, der Getränke feilbietet. Wird dem Betreiber das Geschäft geneidet? Die Vertreter der Kurie sollten doch wissen, dass Neid zu den Todsünden gehört.