Für Kaffeeliebhaber

Wenn man vom Arsenale die Gassen westwärts in Richtung Campo S. Giovanni e Paolo schlendert, kommt man durch die Calle del Cafetier. Der Name deutet darauf hin, dass hier einst Kaffeegeschäfte zu finden waren. Die Venezianer können sich rühmen, dass sie schon im 17. Jahrhundert den Kaffegenuß kultiviert haben. Nun hat sich jemand ein Herz genommen und, anknüpfend an die venezianische Tradition, an ebendieser Stelle eine neue Kafferösterei eröffnet.

Dort kann man Kaffee verkosten (tassenweise) oder nach Hause mitnehmen (kiloweise). Diverse Arabica-Sorten, die als ganze Bohnen oder gemahlen in die Tüte kommen. Dabei muß man sich entscheiden zwischen den verschiedenen Sorten. Arabica aus Brasilien, Kolumbien oder lieber aus Jaimaca?

Da werden Erinnerungen an alte Werbespots wach, in denen der Tchibo-Einkäufer sich auf den Kaffeeplantagen tummelte, um die besten Bohnen für Deutschlands Kaffeetrinker zu ergattern. Aber bis auf 2500 Meter ist er wohl nicht gekommen. Dort erst hätte er den Arabica aus Jaimaca angetroffen, der “in den blue mountains” unter erschwerten Bedingungen kultiviert wird und hier in Venedig zum Schnäppchenpreis von 140 Euro das Kilo zu haben ist. Wie gesagt, man kann auch in den Ebenen bleiben und sich mit Sorten begnügen, die 20 Euro kosten.