Sieht so eine Windjammer aus?

Die größte Segelyacht besucht Venedig (Fotos R.W.)

Während Greta Thunberg mit der Segelyacht Malizia II auf dem Atlantik in Richtung New York unterwegs war, machte die Sailing Yacht A in europäischen Gewässern und Häfen von sich reden. Unterschiedlicher können die Dimensionen und Ansprüche der beiden Yachten nicht sein, wenn man unberücksichtigt lässt, dass beide auf Windkraft angewiesen sind. Die Malizida II ist 18 Meter lang, 6 Meter breit und so minimalistisich ausgestattet, dass selbst der Begriff „spartanisch“ wie Prahlerei klingt.

Und die Sailing Yacht A? Sie ist mit 143 Metern Länge, 25 Metern Breite und 8 Decks die bisher größte Segelyacht auf unseren Meeren. Und mit drei Masten von je 90 Metern Länge, die bei Bedarf Segel von der Größe eines halben Fußball-Spielfelds in die Luft halten können, schafft sie Geschwindigkeiten bis 21Knoten und kann so fast mit der Malizia II mithalten, die als Rennboot konzipiert ist und auf 25 Knoten (ca. 50 km/h) kommt.

Nach vierjähriger Bauzeit in einer Kieler Werft ist die Sailing Yacht A nun rund um Europa unterwegs und lässt sich unter anderem auch in italienischen Häfen bestaunen. Da darf Venedig nicht fehlen. Das prachtvolle Ungetüm mit den in den Himmel ragenden Masten, denen man ihre Hightech-Innereien nicht ansieht, wurde wieder von dem Star-Designer Philippe Starck für den russischen Oligarchen Andrej Melnitschenko entworfen. In seiner glänzenden Haut spiegeln sich die Häuser, die am Ufer der Sieben Märtyrer aufgereiht sind, und die Menschen, die ihre Smartphones in den Himmel halten. Warum wieder? Philippe Starck hat für den Herrn auch schon eine Motor-Yacht entworfen, die mit 119 Metern Länge nicht gerade klein ausfiel und sich ebenfalls mit dem Namen Motoryacht A schmückt. Also immer ganz vorne im Alphabet, diesmal mit einer besseren Ökobilanz. Immerhin.

Die Häuserzeile der Uferpromenade spiegelt sich im Schiffsrumpf