Vielleicht der verlassenste Ort Venedigs

Gleich hinter der Porta dei Pensieri (Foto R.W.)

Gleich hinter der Porta dei Pensieri (Foto R.W.)

So friedlich ist das Fleckchen Erde hinter den hohen Mauern des Arsenale, wo in Zeiten der Serenissima die stolze Kriegsflotte der Republik Venedig gebaut und zu Wasser gelassen wurde. Die beiden Türme an der Ausfahrt erinnern noch an diese Zeit. Heute kommt man ohne Kontrolle und eher aus Versehen an diesen versteckten Platz, wenn man sich am Ende der Salizada Streta über die Brücke und durch die Porta dei Pensieri getraut hat. Dieser Durchbruch in der Arsenal-Mauer wurde vor einigen Jahren geschaffen, um während der Biennale die Besucherströme nach ihrem ausgedehnten Spaziergang durch die weitläufigen Ausstellungshallen wieder ins Freie zu entlassen. Nun ist er also auch in der umgekehrten Richtung begehbar: als Zugang zu einer gepflegten und baumbestandenen Grünfläche mit gekiesten Wegen, wo man selbtverloren ein Venedig erlebt, das sich da ganz still und ohne Hektik behauptet.