Viel Zulauf beim Marathonlauf in Venedig

Viel Platz zum Verschnaufen (Foto R.W.)

Viel Platz zum Verschnaufen (Foto R.W.)

Wenn Segler und Ruderer vor den Kulissen von Venedig ihren Spaß haben oder sich ins Zeug legen, um mehr oder weniger bedeutende Trophäen zu ergattern, spielt sich das ganze Geschehen unter den Augen der Venezianer ab. Bei Marathonläufern ist das anders. Die starten weit draußen auf dem Festland und laufen den größten Teil der vorgeschriebenen Strecke fern von Venedig, bis sie endlich die Lagune erreichen, wo sie über allerlei Brücken – wer hat sie gezählt? – und Rampen rumpeln und dabei den kürzesten Abschnitt der Gesamtstrecke vielleicht als den längsten erleben, bis sie schließlich in Castello kurz vor den Giardini ihr Ziel erreichen. Da allerdings werden sie gebührend bejubelt und gefeiert.

Auch in diesem Jahr haben sich rund 11 000 Läufer aus den verschiedensten Regionen der Welt eingefunden, um den 31. Venicemarathon zu absolvieren. Die Zahl der Teilnehmer hat im Laufe der Jahre stetig zugenommen. Der schnellste Läufer, ein Kenianer, brauchte für die Strecke vom Festland bis zum Ziel an der Uferpromenade von Castello 2 Stunden, 10 Minuten und 22 Sekunden. Das ist wohl eine sehr gute Zeit auf einer Srecke, die nicht gerade als weltrekord-verdächtig gilt. Das Wetter spielte mit, und die Begeisterung der Zuschauer war ansteckend. Manche von ihnen schafften es irgendwie, die Absperrungen zu überwinden, und liefen mit ihrem bewunderten Papa oder Angetrauten Hand in Hand durchs Ziel. So machten die Venezianer den Marathonlauf zu einem Familienfest. Die Organisatoren ließen es geschehen. Da sagen wir doch gerne: Gut so!

Nach gut vier Stunden hatte unsere Freundin Pinucia das Ziel erreicht (Foto R.W.)

Nach gut vier Stunden hatte unsere Freundin Pinucia das Ziel erreicht (Foto R.W.)