Der Wein, den einst die Dogen tranken

Das Weingut auf Mazzorbo hat Reben und Reben (Foto R.W.)

Das Weingut auf Mazzorbo hat Reben und Reben (Foto R.W.)

In den besten Zeiten der Serenissima labten sich die Dogen mit dem Wein der „goldenen“ Dorona-Trauben. Die auf den Inseln rund um die Stadt kultivierte Rebe geriet irgendwann in Vergessenheit und drohte vollends zu verschwinden. Im Jahr 2002 waren nur noch 80 Weinstöcke aufzutreiben, die den Grundstock für eine mühevolle Neuansiedlung der Dorona-Rebe auf einem Grundstück der Insel Mazzorbo bildeten.

Das Weingut Venissa hat inzwischen auf knapp einem Hektar 2500 Weinstöcke angebaut, von denen man in einem guten Jahr 38 Doppelzentner Trauben erntet, die schließlich als Rosso Venissa in gut 4000 vergoldeten Halbliterflaschen an Liebhaber erlesener Weine verkauft werden. Die Flaschen werden auf Murano einzeln unter Verwendung von Blattgold angefertigt. Auch wenn man nicht zu den Sammlern erlesener Weine in noch erlesenerer Verpackung gehört – die gut gemachte Internetseite anzusehen ist ein Genuss. Es lohnt sich auch ein Abstecher auf die Insel Mazzorbo, wenn man von den bunten Häusern auf Burano genug hat. Das von dem Weingut betriebene Restaurant hat eine beachtliche Auswahl von Weinen auf der Karte. Der Rosso Venissa ist nicht dabei. Den leistet man sich zu anderen Gelegenheiten.

 www.venissa.it